Praxisbeispiele

An dieser Stelle werden Praxisbeispiele aus Alternativschulen veröffentlicht, hierfür bitten wir um kurze Berichte, gerne mit Bild. Danke!

Freie Demokratischen Schule „Kapriole“ in Freiburg - Begegnungen mit Flüchtlingen in unserer Nachbarschaft

Unweit unserer Schule, der Freien Demokratischen Schule „Kapriole“ in Freiburg befinden sich mehrere Flüchtlings-Wohnheime, zu denen im Dezember 2015 ein weiteres in unmittelbarer Nähe hinzu gekommen ist, in dem etwa 300 Personen aus den Kriegsgebieten in Syrien, dem Iran und Irak, darunter viele Familien mit Kindern, untergebracht wurden.
So entstand der Wunsch, Kontakt herzustellen und im Januar bildete sich eine Arbeitsgruppe von Schülerinnen, die Ideen zu Begegnungsmöglichkeiten und Unterstützungsangeboten sammelte.

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Freie Schule Untertaunus - Deutschkurse für Flüchtlinge

Im September 2015 wurden 260 Flüchtlinge in einer Sporthalle in Aarbergen-Michelbach
untergebracht. Sofort war klar, da wollen wir unterstützen. Vorstandsmitglieder der Freien Schule Untertaunus, die im Nachbardorf Kettenbach angesiedelt ist, besuchten die Unterkunft und es stellte sich heraus, dass dort Bedarf für Deutschunterricht bestand.
Verständigung war ein großes Problem, nicht nur zwischen Deutschen und Flüchtlingen sondern auch der Flüchtlinge untereinander. Die Menschen kamen aus Eritrea, Afghanistan, Irak, Iran und Syrien, nur wenige sprachen Englisch. Ein Aufruf in unserer Elternschaft führte dazu, dass 5 Frauen mit Zeit und Know-How bereit waren dreimal wöchentlich je 3 Std. Deutschunterricht zu erteilen.

 

Mehr über das Engagement im Untertaunus erfährt man hier: http://www.freie-alternativschulen.de/attachments/article/1175/Deutschkurse%20bfas%20neu.pdf

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Deutschkurse bfas neu.pdf)Deutschkurse bfas neu.pdf107 kB

Prenzlau - „Mit Händen und Füßen – Schüler*innen initiieren Deutschlernangebote für Geflüchtete in Prenzlau“ +Theaterperformance zum Weltflüchtlingstag

Ganz aktiv zum Thema Flucht ist auch die Aktive Naturschule in Prenzlau.

 

Mit dem Schüler*innen Angebot Deutsch für Geflüchtete gewannen sie auch den Kinderrechtspreis "Goldene Göre" des Deutschen Kinderhilfswerks: https://www.dkhw.de/mitmachen/beteiligungspreis-fuer-kinder-und-jugendliche/preistraeger-2016/

In der Begründung heißt es:

"Seit mehr als einem Jahr bieten Schülerinnen und Schüler der Aktiven Naturschule Prenzlau während ihrer Unterrichtszeit wöchentlich zwei bis drei einstündige Deutschangebote für Geflüchtete an. Von der Idee, über die Planung und Vorbereitung bis hin zur Umsetzung und Öffentlichkeitsarbeit - alles liegt in der Hand der Schülerinnen und Schüler. Zunächst besuchten überwiegend Erwachsene diese Kurse, jetzt sind es vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die das Angebot wahrnehmen. An einem Nachmittag pro Woche bieten die Schülerinnen und Schüler den Deutschlernkurs inzwischen in der Unterkunft der unbegleiteten Flüchtlingskinder an."

Das Projekt wurde auch von der Kindersendung Kakadu des Deutschlandfunks portraitiert: http://www.deutschlandradiokultur.de/quasseltag-live-aus-prenzlau-schuelerprojekt-fuer.1036.de.html?dram:article_id=357736

 

Darüber hinaus haben die Schüler*innen zum Weltflüchtlingstag eine Theaterperformance erarbeitet. Mehr dazu gibt es auf dem Blog der Prenzlauer*innen: http://aktive-naturschule-prenzlau.de/

Berichtet hat dazu auch der Regionalsender uckermark.tv: http://www.uckermark-tv.de/nachrichten/Fuer_die_Vertriebenen-12385.html

Flüchtlingsarbeit an der Freien Schule in Güstrow

Die Freie Schule Güstrow engagiert sich seit zwei Schuljahren intensiv in der Flüchtlingsarbeit.

Dies beinhaltet beispielsweise direkte Integrationsarbeit in den Gemeinschafts- und dezentralen Unterbringungen in Güstrow und der näheren Umgebung, aber auch die direkte Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern, beispielsweise durch das Zusammenarbeiten mit Hilfsinitiativen, die vor Ort in den Krisenregionen wirken.


Für uns beinhaltet Flüchtlingsarbeit jedoch nicht nur Integration und Hilfe, sondern auch Aufklärung und antirassistische Arbeit mit Geflüchteten vor Ort zusammen.

 

Eine Übersicht der Aktivitäten findet man im folgenden Dokument: http://www.freie-alternativschulen.de/attachments/article/0/Fl%C3%BCchtlingsarbeit%20an%20der%20Freien%20Schule%20in%20G%C3%BCstrow.pdf

PIEKS Leinfelden - cafe enjoy und Arbeitsgelegenheit

Das Café Enjoy ist ein gemeinsames Projekt der PIEKS Leinfelden mit dem örtlichen Helferkreis und dem Jugendhaus für junge Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche aus Leinfelden-Echterdingen. Das Café Enjoy wird mit 500 Euro aus dem BFAS-Fördertopf für Integrationsprojekte unterstützt.  

Im 14-tägigen Rhythmus hat das Café in den Räumen des Jugendhauses geöffnet und bietet den jungen Leuten die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre bei Billard, Tischkicker, Gesellschaftsspielen und Gesprächen zu treffen und besser kennen zu lernen.Neben den regelmäßigen Café-Zeiten gibt es auch Sonderveranstaltungen, so z.B. ein großes Sommerfest am letzten Tag vor den Sommerferien, der „United Nations Cup“ im Oktober oder das "United Cooking" im Jugendhaus mit von den Geflüchteten zubereiteten Speisen aus Afghanistan und Syrien.

Besonders der "United Nations Cup" war eine klasse Sache: 8 Mannschaften spielten auf einem Kleinspielfeld mitten im Echterdinger Refugee Camp um den Turniersieg. Darunter sechs Ländermannschaften aus dem Camp und jeweils ein Team des Café Enjoy und der LE Schoolkids. Die Stimmung auf und neben dem Spielfeld war prächtig, die Spiele sehr engagiert, aber jederzeit fair. Am Ende siegte das Team Afghanistan I vor Africa I. Als Teil der LE Schoolkids konnten unsere die SchülerInnen der PIEKS am Ende einen beachtlichen vierten Platz erreichen. Aber die Platzierungen waren ohnehin nebensächlich, wichtig war die gemeinsame Begegnung und der Spaß am Spiel.

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Schritt für Schritt in die Demokratie - Sudburry Schule Ammersee aktiv

Seit November 2015 arbeitet die Sudburry Schule Ammersee mit dem Generalkonsulat des Staates Israel an der Idee von Demokratie Workshops mit unbegleiteten, minderlährigen Flüchtlingen. Am 24.06. startete dieses Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Landsberg am Lech und dem SOS Kinderdorf Ammersee-lech, das für alle unbegleiteten, minderlährigen Flüchtlingen im Landkreis verantwortlich ist.
Diese Zusammenarbeit dient nicht nur dem besseren Verständnis von Demokratie in Europa, sondern ist auch eine Botschaft Israels, wie man trotz des geschichtlichen deutsch-israelischen Hintergrunds gemeinsame Projekte andenken und umsetzen kann.

Mehr dazu in der Pressemitteilung der Sudburry Schule Ammersee: www.freie-alternativschulen.de/attachments/article/1180/PM Demokratieworkshops_26.06.pdf

Einen Eindruck bietet auch der Artikel der regionalen Zeitung: http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Schritt-fuer-Schritt-in-die-Demokratie-id38342187.html